Überblick gewinnen
Prüfen Sie, ob nur Ihre Wohnung, das Haus oder auch die Nachbarschaft betroffen ist. Schauen Sie – ohne riskante Wege – nach draußen und fragen Sie gegebenenfalls nach.
Ein Stromausfall ist zunächst ein Versorgungsproblem – kann bei längerer Dauer aber auch Wasser, Wärme, Kommunikation, Zahlungsverkehr und medizinische Versorgung betreffen.
Die meisten Störungen werden vergleichsweise schnell behoben. Trotzdem lohnt es sich, so vorbereitet zu sein, dass Ihr Haushalt mehrere Tage möglichst selbstständig zurechtkommt.
Die neue BBK-Empfehlung orientiert sich an möglichst zehn Tagen Selbstversorgung. Drei Tage sind ein sinnvoller Anfang – nicht das Ende der Vorbereitung.
Taschenlampen, Stirnlampe, Ersatzbatterien und freie Wege.
Radio, geladene Powerbank und wichtige Nummern auf Papier.
Vorräte, sichere Kochmöglichkeit und warme Kleidung.
Brand, Kohlenmonoxid, Überlastung und unnötige Wege vermeiden.
Strom ist mit vielen Alltagsfunktionen verbunden. Je nach Gebäude, Region, Jahreszeit und Dauer können unterschiedliche Folgen entstehen.
Prüfen Sie, ob nur Ihre Wohnung, das Haus oder auch die Nachbarschaft betroffen ist. Schauen Sie – ohne riskante Wege – nach draußen und fragen Sie gegebenenfalls nach.
Schalten Sie Herd, Bügeleisen, Wasserkocher und andere Wärmegeräte aus. Lassen Sie Kerzen und offene Flammen nicht unbeaufsichtigt. Nutzen Sie keine improvisierten Heizquellen.
Holen Sie die vorbereitete Lichtquelle, prüfen Sie den Akkustand des Telefons und schalten Sie auf sparsame Nutzung. Halten Sie das Telefon für wichtige Kontakte verfügbar.
Informieren Sie Familie oder Nachbarschaft, wenn es sinnvoll ist. Prüfen Sie besondere Bedürfnisse: Kinder, ältere Menschen, Haustiere, Medikamente und Hilfsmittel.
Nicht jedes Produkt ist für jeden Haushalt notwendig. Entscheidend ist eine passende Kombination aus Vorräten, Wissen und eingeübten Abläufen.
Lagern Sie Taschenlampen, Stirnlampen, Batterien, Ladekabel und Powerbanks an einem festen, allen bekannten Ort. Testen Sie die Geräte regelmäßig.
Ein batteriebetriebenes, solarbetriebenes oder kurbelbares Radio kann bei längeren Störungen wichtig sein. NINA und andere Warnkanäle ergänzen die Vorbereitung, ersetzen aber keine Offline-Option.
Die aktuelle BBK-Checkliste nennt zwei Liter Trinkwasser pro Person und Tag. Planen Sie zusätzlich Lebensmittel, die ohne Kühlung und möglichst ohne Kochen auskommen. Berücksichtigen Sie Kinder, Haustiere und besondere Ernährungsbedürfnisse.
Wenn Wasser, Licht oder Müllentsorgung eingeschränkt sind, helfen einfache Reserven und klare Abläufe. Denken Sie an Toilettenhygiene, Feuchttücher, Müllbeutel und Handreinigung.
Bewahren Sie wichtige Dokumente geschützt und erreichbar auf. Ein begrenzter Bargeldbestand kann sinnvoll sein, wenn elektronische Zahlungssysteme nicht funktionieren.
Grills, Campingkocher, Generatoren und andere Geräte mit Verbrennungsmotor gehören nicht in Wohnräume, Keller, Garagen oder andere schlecht belüftete Bereiche. Kohlenmonoxid ist unsichtbar und geruchlos.
Warme Kleidung, Decken und Schlafsäcke sind planbar und risikoarm. Heizgeräte nur entsprechend der Herstellerangaben und mit geeigneter Belüftung einsetzen.
Keine Stecker zurückspeisen, keine Sicherungen überbrücken und keine provisorischen Verbindungen herstellen. Arbeiten an elektrischen Anlagen gehören in fachkundige Hände.
Telefonieren Sie nur, wenn es notwendig ist. Halten Sie Rettungswege frei und blockieren Sie keine Zufahrten für Einsatzkräfte.
Drucken, abhaken und gemeinsam mit der Familie besprechen. Die Liste ist eine praktische Ergänzung – keine verbindliche Vorgabe.
Schalten Sie nicht alle Geräte gleichzeitig ein. Prüfen Sie, ob Herd, Heizgeräte und andere Verbraucher ausgeschaltet sind, und beobachten Sie, ob die Versorgung stabil bleibt.
„Gute Vorsorge macht den Alltag nicht komplizierter. Sie sorgt dafür, dass Menschen in einer Störung weniger improvisieren müssen.“
BunkerWerkZuhause · Bevölkerungsschutz beginnt zu Hause.Dieser Beitrag verbindet praktische Alltagshinweise mit offiziellen Empfehlungen. Die Quellen können sich ändern; bitte prüfen Sie bei einer konkreten Lage immer die aktuellen Behördeninformationen.
Redaktioneller Hinweis: BunkerWerkZuhause ist keine Behörde und ersetzt keine individuelle Fachberatung. Bei akuter Gefahr gelten die Anweisungen der Einsatzkräfte. Bei medizinischen Notfällen: 112.